09.09.2026, 19:11
Servus und Hallo,
danke für deine Info!
Zu Fedora 44 möchte ich folgende Anmerkungen ergänzen:
Der Start von Fedora dauert extrem lange (bei mir waren es ca. 60 s, nach der Auswahl des Kernels im Grubmenü)
Mit freundlicher Unterstützung von Leo konnte ich die Startzeit auf ca. 25-30s kürzen:
(rhgb quite)
Mit dem Versuch im Grubmenü, den Eintrag mit e drücken, auf rhgb ändern, F10 und booten ist die Startzeit deutlich schneller
Habe die Ursache für den schnelleren Bootvorgang analysiert.🚀
Das bestätigt, dass Plymouth (das grafische Boot-Splash, das durch rhgb aktiviert wird) der Hauptverursacher deiner 60 Sekunden ist. Ohne rhgb läuft Plymouth im Textmodus – und ein Fedora-Forum-Thread zeigt, dass das Deaktivieren von Plymouth die Bootzeit um ~50 % reduziert.
Warum es ohne rhgb schneller ist:
- Mit rhgb rendert Plymouth eine grafische Animation, die auf den GPU-Treiber (KMS/DRM)
angewiesen ist. Bei Problemen mit dem Grafiktreiber (wie bei NVIDIA + akmods, wie wir oben
besprochen haben) blockiert Plymouth den Boot-Prozess, bis der Treiber bereit ist.
- Ohne rhgb wird Plymouth im Detail-/Textmodus ausgeführt und blockiert nicht.
Permanent lösen:
# rhgb und quiet aus dem Kernel entfernen (alle Kerne):
sudo grubby --remove-args="rhgb quiet" --update-kernel=ALL
Oder nur das grafische Splash deaktivieren, aber quiet behalten:
sudo grubby --remove-args="rhgb" --update-kernel=ALL
Bei einem Kernel-Update kann sich das zurücksetzen. In dem Fall den Befehl erneut ausführen. ⚠️
Alternative – Plymouth komplett entfernen (aggressiver, spart zusätzlich RAM):
sudo dnf remove 'plymouth*'
sudo dracut -f
Tipp zur Diagnose: Wenn du beim nächsten Boot mit rhgb die Textausgabe siehst (ESC drücken während des Boots), achte darauf, wo es hängen bleibt – das zeigt dir, ob es wirklich Plymouth/GPU ist oder ein anderer Dienst.
Dazu habe ich eine grundsätzliche Frage:
Wie lange dauert bei dir der Start von Fedora 44?
Meisten ist die Standardtastatur bei der Installation einer Distro mit dem generischen Treiber falsch belegt. In meinem Fall musste ich die mit 105 Tasten wählen bzw. ändern.
Wie kann ich das Problem lösen sobald ich mich im Grubmenü befinde wechselt die Tastatur auf englisch. Sobald ich die Sonderzeichen eingeben muss, finde ich sie nicht, und
muss dann die Eingabe im Grub abbrechen.
Es gibt zwar noch andere Ansätze um die Bootzeit zu verkürzen, aber die verwende ich vorsichtshalber nicht.
Hintergrunddienste
1. systemd-udev-settle.service
2. TPM2-Timeout
3. Btrfs-Journal-Fragmentierung
4. NetworkManager-wait-online.service
Drucker einrichten ist in Fedora vor allem bei älteren Modellen wird wegen fehlender Prüfsumme der alten Pakte abgebrochen.
Kann die Installation umgangen werden ohne die Abrage der Prüfsumme? (Brother DCP 7055)
nvidia-vaapi-driver muss meistens nachinstalliert werden:
Der proprietäre Treiber von NVIDIA unterstützt zwar NVDEC (Hardware-Decodierung), bietet aber keine
direkte VA-API-Implementierung. Da viele Linux-Anwendungen (insbesondere Chromium-basierte
Browser und Electron-Apps) VA-API als Standard-Schnittstelle für Hardware-Beschleunigung nutzen, ist
dieser zusätzliche Treiber erforderlich, um die GPU für Video-Playback nutzen zu können.
In Fedora muss ich es nochmal explizit überprüfen, evtl. werde ich diesen nachinstallieren.
Erst jetzt ist mir klar geworden warum bei debianbasierten Distros sehr oft Chrom- und Bravebrowser einfrieren bzw. nicht starten.
danke für deine Info!
Zu Fedora 44 möchte ich folgende Anmerkungen ergänzen:
Der Start von Fedora dauert extrem lange (bei mir waren es ca. 60 s, nach der Auswahl des Kernels im Grubmenü)
Mit freundlicher Unterstützung von Leo konnte ich die Startzeit auf ca. 25-30s kürzen:
(rhgb quite)
Mit dem Versuch im Grubmenü, den Eintrag mit e drücken, auf rhgb ändern, F10 und booten ist die Startzeit deutlich schneller
Habe die Ursache für den schnelleren Bootvorgang analysiert.🚀
Das bestätigt, dass Plymouth (das grafische Boot-Splash, das durch rhgb aktiviert wird) der Hauptverursacher deiner 60 Sekunden ist. Ohne rhgb läuft Plymouth im Textmodus – und ein Fedora-Forum-Thread zeigt, dass das Deaktivieren von Plymouth die Bootzeit um ~50 % reduziert.
Warum es ohne rhgb schneller ist:
- Mit rhgb rendert Plymouth eine grafische Animation, die auf den GPU-Treiber (KMS/DRM)
angewiesen ist. Bei Problemen mit dem Grafiktreiber (wie bei NVIDIA + akmods, wie wir oben
besprochen haben) blockiert Plymouth den Boot-Prozess, bis der Treiber bereit ist.
- Ohne rhgb wird Plymouth im Detail-/Textmodus ausgeführt und blockiert nicht.
Permanent lösen:
# rhgb und quiet aus dem Kernel entfernen (alle Kerne):
sudo grubby --remove-args="rhgb quiet" --update-kernel=ALL
Oder nur das grafische Splash deaktivieren, aber quiet behalten:
sudo grubby --remove-args="rhgb" --update-kernel=ALL
Bei einem Kernel-Update kann sich das zurücksetzen. In dem Fall den Befehl erneut ausführen. ⚠️
Alternative – Plymouth komplett entfernen (aggressiver, spart zusätzlich RAM):
sudo dnf remove 'plymouth*'
sudo dracut -f
Tipp zur Diagnose: Wenn du beim nächsten Boot mit rhgb die Textausgabe siehst (ESC drücken während des Boots), achte darauf, wo es hängen bleibt – das zeigt dir, ob es wirklich Plymouth/GPU ist oder ein anderer Dienst.
Dazu habe ich eine grundsätzliche Frage:
Wie lange dauert bei dir der Start von Fedora 44?
Meisten ist die Standardtastatur bei der Installation einer Distro mit dem generischen Treiber falsch belegt. In meinem Fall musste ich die mit 105 Tasten wählen bzw. ändern.
Wie kann ich das Problem lösen sobald ich mich im Grubmenü befinde wechselt die Tastatur auf englisch. Sobald ich die Sonderzeichen eingeben muss, finde ich sie nicht, und
muss dann die Eingabe im Grub abbrechen.
Es gibt zwar noch andere Ansätze um die Bootzeit zu verkürzen, aber die verwende ich vorsichtshalber nicht.
Hintergrunddienste
1. systemd-udev-settle.service
2. TPM2-Timeout
3. Btrfs-Journal-Fragmentierung
4. NetworkManager-wait-online.service
Drucker einrichten ist in Fedora vor allem bei älteren Modellen wird wegen fehlender Prüfsumme der alten Pakte abgebrochen.
Kann die Installation umgangen werden ohne die Abrage der Prüfsumme? (Brother DCP 7055)
nvidia-vaapi-driver muss meistens nachinstalliert werden:
Der proprietäre Treiber von NVIDIA unterstützt zwar NVDEC (Hardware-Decodierung), bietet aber keine
direkte VA-API-Implementierung. Da viele Linux-Anwendungen (insbesondere Chromium-basierte
Browser und Electron-Apps) VA-API als Standard-Schnittstelle für Hardware-Beschleunigung nutzen, ist
dieser zusätzliche Treiber erforderlich, um die GPU für Video-Playback nutzen zu können.
In Fedora muss ich es nochmal explizit überprüfen, evtl. werde ich diesen nachinstallieren.
Erst jetzt ist mir klar geworden warum bei debianbasierten Distros sehr oft Chrom- und Bravebrowser einfrieren bzw. nicht starten.

